• SONY DSCDas Schultergelenk bietet allen dort lokalisierten Muskeln und Bändern im Vergleich zu anderen Gelenken relativ Bewegungsfreiheit. Der Kopf des Oberarmknochens (Humerus) ragt weit über die Schultergelenkspfanne hinaus. Des Öfteren kommt es infolge von Fehlstatik und Trainingsmangel zu dysbalancierten Algorithmen der Bewegungen und in Folge dessen zu Klemmungen, einseitigem Verschleiß und Rupturen. Als Folge kann es zu Instabilitäten im Schultergelenk und insbesondere im Akromioklavikulargelenk kommen. Je nach Ausmaß kann das Schlüsselbein dabei mehr oder weniger nach oben abstehen.

    Verschleißerscheinungen an der Rotatorenmanschette (Muskelsehnenplatte im Schultergelenk) sind des Öfteren alterskorreliert. Dieser Verschleiß kann in einigen Fällen zu einem Abriss einzelner oder aller vier Sehnen der Rotatorenmanschette führen. Weiterhin können Stürze mit ausgestrecktem Arm oder plötzliches starkes Überstrecken unter Last zu Rupturen führen. Ein Trainingsungleichgewicht zwischen Außen- und Innenrotatoren und zwischen caudalen  beziehungsweise proximalen Anteilen  der Muskeln oder anatomisch-topografischen Bereiche führt oftmals zur Einklemmung oder zu Anrissen der vier Muskeln beziehungsweise Sehnen der Rotatorenmanschette.

    Die Funktion von Innen- und Außenrotatoren lässt sich recht gut überprüfen und mittels einer differenzierten Leistungsanalyse darstellen. Rupturen werden eher mit Hilfe von computertomografischen und magnetresonanztomografischen Verfahren sichtbar gemacht.

  • Symptomatisch für Bänderverletzungen der Schulter beziehungsweise der Rotatorenmanschette sind Ausfälle in der Beweglichkeit und Schmerzen, diese stellen sich symptomatisch ähnlich dar, wie beim Impingementsyndrom und der Schultersteife.

    Bei altersbedingtem Verschleiß wird der Sehnenspiegel durch Abrieb ausgedünnt. Dadurch sinkt die Strapazierfähigkeit, was zu erwähnten Überdehnungsrissen führen kann. Schmerzen treten nachts und bei Streckbewegungen auf, das Ausstrecken des Armes auf Schulterhöhe ist kaum möglich. Die Schmerzen strahlen in der Regel in den Oberarm aus. Oftmals werden Schonhaltungen eingenommen.

  • Bei einer Rotatorenmanschettenruptur kann abhängig vom Schweregrad sowohl konservativ als auch operativ therapiert werden Bei leichteren Bänderläsionen und inkompletten Rupturen vor allem der  Supraspinatussehne, sind konservative Maßnahmen wie Schonung und Ruhigstellung, beispielsweise mittels Orthesen (Thoraxabduktionsorthese), und krankengymnastische Maßnahmen indiziert. Entzündungen und Schmerzen sollten dabei mit nichtsteroidalen Antirheumatika, wie beispielsweise Diclofenac und  Ibuprofen sowie Infiltrationen (Spritze) unter das Schulterdach zur Schmerzreduktion behandelt werden. Kryotherapie (Kälteanwendungen) und schonendes Training sind ebenso erfolgversprechend.

    Bei länger anhaltenden Problemen und einer mehr oder weniger abzusehenden Erfolglosigkeit der konservativen Therapie sollte mit dem behandelnden Arzt über operative Maßnahmen wie Arthroskopie des Schultergelenkes, endoskopische, subakromiale Dekompression (ESD) oder eine transossäre Naht nachgedacht werden.

    Bevor Sie sich tatsächlich entscheiden, eine Operation durchführen zu lassen, sollte deren Notwendigkeit sorgfältig abgewogen werden. Die Möglichkeiten konservativer Behandlungsmaßnahmen sind umfangreich und gezieltes Training ist oftmals eine erfolgreiche Alternative. Die Risiken bei einer Operation, gemessen am Erfolg, sind ebenso zu berücksichtigen. Dies betrifft sowohl Folgebeeinträchtigungen von Nerven als auch Bänderschädigungen, sowie das Risiko von Infektionen. Darüber hinaus stellt eine Totalanästhesie eine große Belastung für den Körper dar, welche für viele Risikopatienten vermieden werden kann. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich beraten oder holen Sie sich gegebenenfalls eine zusätzliche Meinung (Zweitmeinung, Second Opinion) ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer kostenlosen telefonischen Beratung durch einen unserer ausgewiesenen Spezialisten.

  • Rupturen der Schulterbänder sind vermeidbar oder zumindest voraussehbar.  Da in aller Regel eher die Rotatorenmanschette nicht ausreichend trainiert ist, sollte hier ein Ausgleich angestrebt werden. Altersrelevante Abnutzungserscheinungen sollten beobachtet werden.

    Dysbalancen sind individuell und sollten mit Medizinern und erfahren Sporttherapeuten analysiert werden.

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