• PantherMedia A16421368Die Osteoporose beschreibt eine Erkrankung, bei der es durch ein Ungleichgewicht zwischen Auf- und Abbauprozessen des Knochens zu einer Abnahme in der Dichte der Knochenstruktur kommt. Bei der Osteoporose handelt es sich um eine typische Alterserkrankung, welche zum Beispiel durch hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit der Menopause eintritt (80 Prozent der Fälle). Weitere pathogenetische Ursachen sind Nebenwirkungen medikamentöser Behandlungen, Tumorerkrankungen, Immunreaktionen und Stoffwechselstörungen. Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Osteoporose, wobei die sekundäre Form als Folge anderer Erkrankungen entsteht. Nur zehn Prozent aller Fälle sind sekundär induziert. Bei der primären Osteoporose wird zwischen der senilen Osteoporose (Typ II) und der postmenopausalen Osteoporose (Typ I) unterschieden. Die im Zuge der Osteoporose stattfindenden Strukturveränderungen können prinzipiell jeden Knochen des Körpers betreffen. In den meisten Fällen manifestieren sich die Veränderungen zuerst an der Wirbelsäule, wobei es je nach Ausprägung zu Formveränderungen bis hin zu so genannten Sinterungsbrüchen mit einhergehender Abnahme der Körpergröße kommen kann. Die Diagnose Osteoporose wird oftmals diagnostiziert infolge des Auftretens anderer Symptome wie Rückenschmerzen und Skoliose (Schiefstellung der Wirbelsäule) gestellt. Eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) kann die Diagnose sichern.

  • Symptomatisch für die Osteoporose sind diverse Arten von Frakturen (z.B. Oberschenkelhals, Wirbelkörper), Größenverlust, signifikanter Verlust an Knochendichte, Rückenschmerzen und Rückendeformationen.

    Nach Auftreten genannter Symptome befindet sich der Patient in der Regel schon im fortgeschrittenen Stadium, so dass eine umgehende Therapie dringend von nöten ist.

  • Die Osteoporose lässt sich erfolgreich durch konservative und alternativmedizinische Verfahren sowie eine bewusste Lebensweise mit körperlicher Aktivität und guter Ernährung erfolgreich behandeln.

    Dazu zählen Muskeltraining und Bewegung im Allgemeinen, Magnetfeldtherapie, Vibrationstraining, Sonnenlicht und basische Ernährung. In der Pharmakotherapie wird heute vor allem mit Kalzium, Magnesium, Vitamin D, Bisphosphonaten (Alendronsäure, Ibandronsäure, Risedronat, Zoledronsäure) sowie mit Steroidhormonen behandelt. Außerdem werden monoklonale Antikörper (Denosumab) eingesetzt.

    Als orthopädische Hilfsmittel kommen zum Beispiel Hüftprotektoren, Retention, Fixation, Ruhigstellung durch Gips und Extension zum Einsatz.

    Als operativ-invasive Methoden werden bei fortgeschrittener Osteoporose mit irreversiblen Schädigungen Repositionsverfahren (offen, geschlossen) und die Osteosynthese angewendet.

    Osteoporose wird in aller Regel nichtinvasiv behandelt, da die Ursachen meist hormonell bedingt sind. Wird diese Therapieform nach den ersten Anzeichen eingeleitet, sind Folgeschädigungen so gut wie auszuschließen, so dass auch auf spätere operative Maßnahmen verzichtet werden kann. Die Möglichkeiten einer konservative Behandlungsmaßnahmen sind umfangreich und die Risiken bei einer Operation, gemessen am Erfolg, viel zu hoch. Darüber hinaus stellt eine Totalanästhesie eine große Belastung für den Körper dar, welche für viele Risikopatienten vermieden werden kann.

    Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich beraten oder holen Sie sich gegebenenfalls eine zusätzliche Meinung (Zweitmeinung, Second Opinion) ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer kostenlosen telefonischen Beratung durch einen unserer ausgewiesenen Spezialisten.

  • Bewegung stimuliert den Knochenaufbau. Entscheidend dabei ist die Zufuhr von Kalzium in ausreichender Menge, wie etwa aus Milchprodukten oder pflanzlicher Kost. Vitamin D, K und Folsäure sind ebenso metabolisch sinnvoll und notwendig für die Knochensynthese.

    Es gilt generell: das richtige Maß ist entscheidend. So kann der exzessive Genuss von Tabak und Alkohol die Zellsynthese und -erneuerung hemmen.

    Ist die Osteoporose fortgeschritten muss das betroffene Knochengewebe geschützt werden, beispielsweise durch Hüftprotektoren, diese helfen Frakturen zu verhindern.

Verlag: medexo
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