• PantherMedia A12668163Knochenbrüche an den Sprunggelenken (oberes und unteres Sprunggelenk) treten am häufigsten im Zuge von Unfällen und Bagatellverletzungen (Umknicken) auf. Die meisten Verletzungen betreffen hierbei das obere Sprunggelenk (OSG). Das untere Sprunggelenk (USG) ist bei schweren Unfällen mit ausgedehnten Verletzungen am Unterschenkel und Fuß bisweilen mitbetroffen. Die häufigsten Ursachen für Verletzungen der Sprunggelenke sind meist traumatische Verrenkungen (klassisches Umknicken) des Fußes (Pronations- beziehungsweise  Supinationstrauma), mit nachfolgenden Luxationen und sekundär bedingten Band- /Knochenverletzungen.

    Die Frakturen des Oberen Sprunggelenkes werden am häufigsten nach der anatomischen Lage der Bruchlinie am Wadenbein nach Danis-Weber eingeteilt. Hierbei ist für die Einteilung in die Kategorien A-C die Frakturhöhe am Wadenbein entscheidend. Eine weitere Einteilung erfolgt nach der Frakturentstehung nach Lauge-Hanson. Hierbei erfolgt die Einteilung nach Zustandekommen der Fraktur.

  • Sprunggelenksfrakturen führen meist unmittelbar zu starken Schwellungen, verbunden mit Instabilität und einer sehr schmerzhaften Einschränkung der Funktionsfähigkeit.

  • Zunächst sind konservative Maßnahmen, wie Schmerzbehandlung oder Applikation von Beruhigungsmitteln (Analgosedierung) und Stabilisierung erforderlich. Oftmals ist eine Reponierung durch den Erstbehandler notwendig. Schienen und Gips ermöglichen die Ruhigstellung des Gelenkes.

    Komplizierte Frakturen müssen in der Regel operativ behandelt werden. Dies betrifft Brüche mit Knochenbruchstücken und Gabelbandverletzungen. Geeignete invasive Techniken sind Schraubenosteosynthese, Zugschraubenosteosynthese, Zuggurtungsosteosynthese, und Stellschrauben. Die Operation erfolgt meist am Innenknöchel oder durch Stabilisierung der Gelenkgabel.

    Nach der Frakturausheilung sind zur Wiederherstellung der Gelenksbeweglichkeit physiotherapeutische Maßnahmen empfehlenswert, jedoch sollte das Gelenk bis dahin durch die Verwendung von Unterarmgehstützen entlastet werden.

    Wenn eine operative Therapie der Fraktur nicht zwingend notwendig ist, sollten konservative Behandlungen durchgeführt werden. Letztlich bergen invasive Methoden Risiken und eine komplette Wiederherstellung ist nicht garantiert. Die Möglichkeit von Folgebeeinträchtigungen und Infektionen sollte ebenso kalkuliert werden. Nicht zu unterschätzen sind die Belastungen für den Organismus, welche mit einer Narkose einhergehen und vermieden werden können.

    Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich beraten oder holen Sie sich gegebenenfalls eine zusätzliche Meinung (Zweitmeinung, Second Opinion) ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer kostenlosen telefonischen Beratung durch einen unserer ausgewiesenen Spezialisten.

  • Wie überall gilt es, das richtige Maß einzuhalten. Generell hilft gezieltes Training bei der Gelenksstabilisierung, wenngleich Sprunggelenksfrakturen meist als Resultat von Bewegungen entstehen. Der Einfluss einer gut trainierten Beinmuskulatur bei Aufrechterhaltung der Beinstatik ist von großer Bedeutung.

    Mögliche Übungen sind das Bewegen auf dem Wackelbrett oder das sogenannte Maistreten.

    Auch die ausreichende Erwärmung der Muskulatur, der Gelenke und der Ligamente ist für die Gewährleistung ihrer Dehnbarkeit unverzichtbar und sollte vor jeder sportlichen Aktivität ausgeführt werden.

Verlag: medexo
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